040 524 75 70 - 0 mail@coaworks.com
Wie können Teams den Umgang mit schwierigen Kunden gestalten – evidenzbasiert und konstruktiv

Wie können Teams den Umgang mit schwierigen Kunden gestalten – evidenzbasiert und konstruktiv

Nicht jeder Konflikt im Kundenkontakt entsteht durch fachliche Fehler. Beim Umgang mit schwierigen Kunden stehen Mitarbeitende jedoch häufig unter Druck. Dadurch entsteht eine emotionale Dynamik, in der sachliche Lösungen kaum noch möglich sind, weil die Beziehungsebene dominiert.

Infolgedessen wird die Kommunikation blockiert, und kleine Missverständnisse entwickeln sich zu ernsthaften Konflikten aufgrund nicht erfüllter Erwartungen. Obwohl viele Mitarbeitende gut ausgebildet sind, überrumpeln solche Momente sie oft.

Genau hier setzt dieser Beitrag an. Er zeigt Strategien, die dabei helfen, Gespräche mit schwierigen Kunden gezielt zu steuern und Eskalationen zu vermeiden.

Wann Kunden als „schwierige Kunden“ bezeichnet werden

Wie schnell können aus normalen Kundenkontakten schwierige Situationen entstehen? Die Zahlen sprechen dabei eine deutliche Sprache. In den vergangenen Jahren wurden Kundenbeschwerden zunehmend über digitale Kanäle vorgebracht. Gleichzeitig bleibt ein erheblicher Teil der betroffenen Kunden auch nach einer Servicereaktion verärgert, was spürbare Folgen für Kundenbindung und Unternehmensreputation hat [1]. Kurz gesagt: Schwierige Gespräche sind nicht nur unangenehm, sondern können Unternehmen Kunden und Vertrauen kosten.

Unsere subjektive Wahrnehmung kann durch eine herausfordernde Situation entstehen und bedeutet nicht automatisch, dass diese Personen tatsächlich problematisch sind. Ein Kunde kann beispielsweise ungeduldig, kritisch oder fordernd auftreten, weil er sich nicht verstanden fühlt oder eine schnelle Lösung erwartet.

Solche Situationen gehören zwar zum Berufsalltag, überraschen aber dennoch immer wieder. In emotional belastenden Momenten funktionieren gewohnte Kommunikationsmuster oft nicht mehr. Deshalb ist kein spontanes Improvisieren gefragt, sondern fundiertes Handlungswissen.

Warum ein rein reaktiver Umgang mit schwierigen Kunden zu kurz greift

In angespannten Situationen ist die reaktive Selbstverteidigung der typische Reflex. Man erklärt sich, rechtfertigt sich oder weicht aus. Das ist menschlich verständlich, führt jedoch selten zum Ziel. Schwierige Kunden möchten nämlich in der Regel nicht unbedingt Recht bekommen, sondern vor allem gehört, ernst genommen und respektiert werden.

Die sogenannten reaktiven Strategien, die erst nach dem emotionalen Ausbruch ansetzen, sind signifikant weniger wirksam als professionelle Deeskalation und präventive Ansätze. Steuern Mitarbeitende die emotionale Dynamik gezielt oder erkennen sie diese frühzeitig, lassen sich sowohl die Kundenbeziehung als auch das eigene innere Gleichgewicht schützen.

Der Begriff Deeskalation beschreibt die gezielte Reduzierung von Spannungen und Konflikten. Idealerweise sollte die emotionale Deeskalation dem eigentlichen Problemlösungsprozess vorausgehen oder ihn zumindest begleiten, da eine rein sachliche Lösung selten zielführend ist, solange sich die emotionale Ebene noch nicht stabilisiert hat. Neben der Deeskalation gibt es weitere evidenzbasierte Techniken, die den professionellen Umgang mit schwierigen Kunden nachhaltig verbessern.

Zuhören als professionelles Werkzeug

Die wohl wirkungsvollste Methode in schwierigen Gesprächen ist zugleich die unspektakulärste: wirklich zuzuhören. Dabei werden zwei eng verwandte Techniken unterschieden, die gemeinsam als Spiegeltechniken bezeichnet werden.

Beim Paraphrasieren wird der Kern des Gesagten in eigenen Worten zusammengefasst – dadurch wird Verständnis auf der Sachebene signalisiert. Eine einfache, aber wirkungsvolle Formulierung lautet etwa: „Verstehe ich Sie richtig, dass …?“

Das aktive Zuhören adressiert zusätzlich die Beziehungsebene, also das emotionale Verständnis. Sätze wie „Ich höre, dass Sie das sehr geärgert hat“ schaffen Verbindung, selbst in eskalierenden Situationen.

Studien belegen, dass aktives Zuhören – verstanden als Zuhören vor der Entschuldigung mit anschließender verbaler Bestätigung des Gehörten – die Kundenzufriedenheit nach Serviceproblemen signifikant verbessert und zugleich das wahrgenommene Entgegenkommen erhöht [2].

Eine entscheidende Regel lässt sich daraus ableiten: Zuerst zuhören, dann antworten – nicht umgekehrt. Wer sofort erklärt oder sich rechtfertigt, übersieht häufig das eigentliche Anliegen des Kunden.

Souverän bleiben – zwischen Schlagfertigkeit und Nutzenprogrammen

Manchmal reicht Empathie allein nicht aus. Wird ein Gesprächspartner gezielt provokant oder überschreitet er die Grenzen des Respekts, braucht es zusätzlich innere Souveränität und gezieltes Sprachhandeln, die auf Verständnis basieren, was Kunden wirklich wollen.

Souveränität schließt Grenzen ein. Wird ein Gespräch persönlich verletzend, dürfen Sie dies ruhig benennen: „Ich bitte Sie, sachlich zu bleiben – dann finden wir gemeinsam eine Lösung.“

Schwierige Kunden reagieren häufig deshalb so emotional, weil die Situation grundlegende Bedürfnisse berührt hat. In der Praxis lassen sich vier Kerndimensionen unterscheiden:

  • Sicherheit: Der Kunde möchte Verlässlichkeit und Vorhersehbarkeit.
  • Verbundenheit: Der Kunde möchte soziale Anerkennung und Wertschätzung.
  • Gewinn: Der Kunde möchte Fairness und einen spürbaren Vorteil.
  • Fortschritt: Der Kunde erwartet Entwicklung, Abwechslung und eine bessere Lösung.

Es lohnt sich daher, in schwierigen Gesprächen nicht nur auf das Was zu achten, sondern auch auf das Warum hinter der Emotionalität. Eine Antwort, die gezielt auf das Sicherheitsbedürfnis eingeht – etwa „Wir sorgen gemeinsam dafür, dass das nicht wieder passiert“ – wirkt dadurch spürbar konstruktiv [3].

5 Empfehlungen für einen wirksamen Umgang mit schwierigen Kunden

Kleine Veränderungen in der Kommunikation können große Wirkung haben

  1. Atmen Sie kurz durch, bevor Sie antworten, und vermeiden Sie eine spontane Reaktion.
  2. Hören Sie aktiv zu und zeigen Sie, dass Sie das Anliegen des Kunden verstehen.
  3. Erkennen Sie zuerst die Gefühle des Kunden an, bevor Sie die sachliche Lösung erklären.
  4. Setzen Sie klare Grenzen und führen Sie das Gespräch souverän weiter.
  5. Reflektieren Sie schwierige Gespräche und verbessern Sie Ihre Kommunikation.

Diese Tipps helfen Ihnen dabei, schwierige Kundensituationen zu meistern und langfristig professionelle Gesprächskompetenz aufzubauen.

Fazit

Der Umgang mit schwierigen Kunden ist kein reiner „Soft Skill“, sondern eine hohe Kunst der Gesprächsführung. Und Sie können diese Kunst erlernen.

Schwierige Kunden sind kein Zeichen von Schwäche – weder beim Unternehmen noch bei der Führungskraft. Sie sind vielmehr eine Einladung zur Weiterentwicklung. Wer lernt, in solchen Situationen ruhig, empathisch und zugleich schlagfertig zu bleiben, gewinnt nicht nur Kundenbindung, sondern auch persönliche Stärke.

Wenn Sie in Ihrem Berufsalltag bei anspruchsvollen oder herausfordernden Kundengesprächen freundlich, deeskalierend und zielorientiert agieren möchten, erfahren Sie mehr in unserem Workshop „Schwierige Kundengespräche meistern“ bei COAWORKS.

Quellen:

  1. Herhausen, D., Grewal, L., Cummings, K. H., Roggeveen, A. L., Ordenes, F. V., & Grewal, D. (2023). Complaint de-escalation strategies on social media. Journal of Marketing, 87(2), 210–231.
  2. Min, K. S., Jung, J. M., & Ryu, K. (2021). Listen to their heart: Why does active listening enhance customer satisfaction after a service failure? International Journal of Hospitality Management, 96, 102956.
  3. Reeck, C., & Onuklu, N. N. Y. (2022). Interpersonal emotion regulation: Consequences for brands in customer service interactions. Frontiers in Psychology, 13, 872670.
Mitarbeitergespräche erfolgreich führen: Motive und Werte erkennen und verstehen

Mitarbeitergespräche erfolgreich führen: Motive und Werte erkennen und verstehen

Ein wichtiges Instrument der Personalführung ist das Mitarbeitergespräch. Dabei besprechen Führungskraft und Mitarbeitende regelmäßig oder bei Bedarf spezielle Themen aus aktuellen Anlässen. Dazu gehören u. a. Bewerbungsgespräche, Informationsgespräche, Feedbackgespräche, Zielvereinbarungsgespräche, Jahresgespräche zu Leistung und Vergütung oder Kündigungsgespräche. Um Ziele zu erreichen, Mitarbeitende im Unternehmen zu halten und sie gezielt weiter zu entwickeln, ist es wichtig, Mitarbeitergespräche erfolgreich zu führen.

Gerade bei Bewerbungs- und Entwicklungsgesprächen gilt es abzuschätzen, ob Mitarbeitende gut ins Unternehmen passen und unter welchen Bedingungen sie mit Freude und motiviert Höchstleistungen bringen. Dafür ist das Verständnis der Motive und Werte essentiell. Denn sie beeinflussen das Verhalten und die Leistung maßgeblich.

Folglich stellt sich für Führungskräfte und Personalverantwortliche die Frage: Wie lassen sich Motive und Werte erkennen? Wie dies gelingt, soll dieser Artikel im Folgenden näher beleuchten.

Mitarbeitergespräche erfolgreich führen und mit gezielten Fragen Klarheit über Motive und Werte schaffen

Gezielte Fragen sind ein effektives Werkzeug, um die Motive und Werte von Bewerbern und Mitarbeitenden zu ergründen.

Motive erkennen

Motive sind häufig unbewusst. Um sie zu erkennen hilft z. B. das Analyseinstrument der MotivationsPotenzialAnalyse. Sie hilft mit einer emotionsbasierten Fragetechnik, der Stärke von insgesamt 26 menschlichen intrinsischen Motiven auf die Spur zu kommen. Denn Motivation ist pure Emotion.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich mit gezielten Fragen den Motiven und Werten in Mitarbeitergesprächen zu nähern. Dabei kann die Selbstbestimmungstheorie von Ryan und Deci helfen, um diese zu strukturieren. Diese Fragen helfen, tiefere Einblicke in die Motive und Werte der Befragten zu gewinnen und ermöglichen eine individuelle Anpassung der Arbeitsbedingungen.

Diese Theorie umfasst fünf Motivationsarten, von extrinsischer bis intrinsischer Motivation. Dabei sind hier einige Beispiele für solche Fragen:

  1. Extrinsische Motivation. „Welche Belohnungen streben Sie in Ihrer Arbeit an?“ Hier erfolgt die Motivation ausschließlich durch äußere Belohnungen wie z. B. finanzielle Zuwendungen oder deren Unterlassung. Dies ist die schwächste Form der Selbstbestimmung und kann zu geringerem Engagement und Unzufriedenheit führen.
  2. Introjizierte Motivation. „Welche inneren Verpflichtungen oder Erwartungen treiben Sie in Ihrer Arbeit an?“ Diese Motivation bezieht sich auf Handlungen, die von innerem Druck, Schuldgefühlen oder dem Wunsch nach Anerkennung getrieben werden. Mitarbeitende fühlen sich verpflichtet, bestimmte Aufgaben zu erfüllen, um innere Konflikte zu vermeiden oder um sich selbst und anderen ihre Kompetenz zu beweisen.
  3. Identifizierte Motivation. „Wie passt Ihre Arbeit zu Ihren persönlichen Zielen und Werten?“ Mitarbeitende erkennen die Notwendigkeit und den Wert ihrer Aufgaben, auch wenn sie diese nicht als besonders angenehm empfinden.
  4. Integrierte Motivation. „In welchen Momenten fühlen Sie sich bei der Arbeit am meisten im Einklang mit sich selbst?“ Mitarbeitende sehen ihre Arbeit als einen wesentlichen Bestandteil ihrer Identität und Lebensphilosophie.
  5. Intrinsische Motivation. „Welche Aspekte Ihrer Arbeit erfüllen Sie am meisten und warum?“ Diese Motivation bezieht sich auf das Handeln aus eigenem Interesse und Freude. Daher finden Mitarbeitende ihre Arbeit spannend und herausfordernd, was zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und Produktivität führt.

Werte bestimmen

Im Kontext von introjizierter und identifizierter Motivation spielen Werte eine entscheidende Rolle. Auf dieser Motivationsstufe sind Werte von großer Bedeutung, da sie das Verhalten der Mitarbeitenden regulieren können. Um diese Werte zu bestimmen, können spezielle Fragebögen eingesetzt werden. Diese enthalten häufig eine Liste von Werten, die die Mitarbeitenden nach ihrer persönlichen Relevanz ordnen sollen. In anderen Methoden wird den Mitarbeitenden zudem nahegelegt, verschiedene Situationen zu reflektieren und über ihr Verhalten in diesen Kontexten nachzudenken, wodurch tiefere Einblicke in ihre Werte ermöglicht werden.

Darüber hinaus können im Rahmen von Mitarbeitergesprächen gezielte Fragen gestellt werden, um die Werte der Mitarbeitenden besser zu erfassen. Um Werte abzuschätzen, können Sie z. B. fragen:

  • Was ist Ihnen persönlich wichtig?
  • Was ist Ihnen in Bezug auf Ihre Funktion im Unternehmen wichtig?
  • Was ist Ihnen in der Zusammenarbeit im Team wichtig?

Zusätzlich ist die Frage nach Erwartungen in Bezug auf die Zusammenarbeit hilfreich, um Ziele leicht und konfliktfrei zu erreichen.

Praktische Tipps, um Mitarbeitergespräche erfolgreich zu führen

Es gibt verschiedene Gesprächstypen, bei denen es wichtig ist, die Motive und Werte der Mitarbeiter zu ermitteln:

  • Bewerbungsgespräche bieten die erste Gelegenheit, die grundlegenden Motive und Werte eines Bewerbers zu erkennen. Hierbei können Sie Fragen stellen, die darauf abzielen, die langfristigen Ziele und Werte des Bewerbers zu verstehen.
  • In regelmäßigen Entwicklungsgesprächen kann man tiefer in die persönlichen und beruflichen Motivationen eintauchen, um maßgeschneiderte Entwicklungspläne zu erstellen.
  • Feedback- oder Leistungsbewertungsgespräche bieten eine gute Gelegenheit, die aktuellen Motivationen und die Zufriedenheit mit der derzeitigen Position zu überprüfen und entsprechend anzupassen.
  • Außerdem können regelmäßige Mitarbeitergespräche zur Arbeitszufriedenheit dazu beitragen, die Motive und Werte der Mitarbeiter zu erfassen und das Arbeitsumfeld dementsprechend anzupassen.
  • Auch am Ende des Arbeitsverhältnisses können durch Austrittsgespräche wertvolle Erkenntnisse über die Motive und Werte der Mitarbeitenden gewonnen werden. Dadurch sind diese Maßnahmen ein Beitrag zur Verbesserung der Unternehmenskultur.

Zielführender Aufbau des Mitarbeitergesprächs

Jedes Mitarbeitergespräch hat eine eigene Zielsetzung und bedarf guter Vorbereitung. Die Gespräche beinhalten in der Regel die Phasen Einleitung/Warm Up, einen Gesprächskern mit einer inhaltlichen und einer Prozessebene und einem Abschlussteil.

Das Setting im Mitarbeitergespräch sollte eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre bieten, in der sich der Mitarbeiter wohl und sicher fühlt, seine persönlichen Motive und Werte zu teilen. Damit dies gelingt, sollte eine ruhige, ungestörte Umgebung, wie zum Beispiel ein separater Raum ohne Ablenkungen, gewählt werden. Eine angenehme Gesprächsführung ist ebenfalls wichtig: Beginnen Sie mit Smalltalk, um eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Achten Sie darauf, dass das Gespräch vertraulich bleibt und keine negativen Konsequenzen nach sich zieht, um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu gewährleisten. Der Fragenverlauf sollte strukturiert, aber dennoch flexibel genug sein, um auf die individuellen Antworten eingehen zu können.

Fazit

Mitarbeitergespräche sind ein zentrales Instrument der Personalführung. Gezielte Fragen können dabei helfen, die Motive und Werte der Mitarbeitenden zu verstehen. Ein geeignetes Setting und eine passende Gesprächsführung sind entscheidend für den Erfolg dieser Gespräche.

👉Trainieren Sie Ihre Gespräch-Fähigkeiten in unserem Workshop Mitarbeitergespräche erfolgreich führen.

Quellen:

  1. Ackerman C.E. Self Determination Theory and How It Explains Motivation: https://positivepsychology.com/self-determination-theory/
  2. Patrzek, A. (2014). Fragekompetenz für Führungskräfte: Handbuch für wirksame Gespräche. Springer-Verlag

 

Gelungener Smalltalk – so klinken Sie sich erfolgreich in eine Gruppe ein

Gelungener Smalltalk – so klinken Sie sich erfolgreich in eine Gruppe ein

Smalltalk fällt nicht jedem Menschen leicht. Gerade bei Veranstaltungen, bei denen man niemanden kennt, fällt es manchem schwer, ungezwungen mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Dies gilt besonders, wenn Menschen in einer Gruppe stehen und sich bereits angeregt unterhalten. Wie können Sie am besten auf eine Gruppe zu gehen und sich einfach in das Gespräch einklinken?

Sehr hilfreich ist hier ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und das Wissen darüber, wie Sie gut in Kontakt gehen können.

So schließen Sie sich einer Gruppe an

  1.  Nehmen Sie sich und die Gruppe wahr. Wie weit stehen die Teilnehmer auseinander? Wie stehen die Teilnehmer zueinander? Wohin zeigen die Füße? Wie lebhaft ist die Körpersprache? Wie offen wirkt die Gruppe für neue Teilnehmer? Nehmen Sie sich achtsam wahr, bevor Sie sich der Gruppe nähern und spüren Sie wie es Ihnen geht.
  2. Legen Sie Ihre Hemmung ab und nähern Sie sich der Gruppe. Nehmen Sie zu einer oder zwei Personen Blickkontakt auf.
  3. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie die Gruppe, ob Sie sich dazustellen dürfen, das wirkt bei den meisten wie ein Türöffner. Bei einer Gruppe, die offen auf Sie wirkt, können Sie sich auch einfach dazustellen. Werfen Sie ein freundliches Hallo in die Runde. In einigen wenigen Situationen kann es sinnvoll sein, dass Sie sich jetzt mit Vor- und/oder Nachnamen vorstellen.
  4. Integrieren Sie sich in die Gruppe und hören Sie, worüber gerade gesprochen wird. Warten Sie einen Moment und steigen Sie dann ins Gespräch ein. Stellen Sie Fragen oder kommentieren Sie. Flechten Sie am Anfang nur kurze, interessante Bemerkungen ein und reißen Sie das Gespräch nicht an sich. Denn damit echte Begegnung möglich wird, sollten Sie darauf achten, dass die Redeanteile ausgewogen sind.

Erleichtern Sie anderen den Zugang zum Smalltalk in der Gruppe

  • Wenn Sie bereits in einer Gruppe stehen, sorgen Sie dafür, dass die Runde für Neue offen und einladend wirkt. Begrüßen Sie neu dazu kommende Gäste und öffnen Sie die Runde für sie.
  • Falls Sie sich gerade intensiv mit einer Person unterhalten, können Sie den anderen zumindest mit Augenkontakt signalisieren, dass Sie sich auch über ihre Anwesenheit freuen.
  • Achten Sie beim Gespräch in der Gruppe darauf, alle Anwesenden am Gespräch zu beteiligen. Halten Sie Blickkontakt und achten Sie darauf, wie andere auf Ihre Worte reagieren.

So können Sie sich auf Smalltalk Situationen freuen, sich durch anregende Gespräche inspirieren lassen und wertvolle Kontakte knüpfen.